HITTFELDER GEMÜSE-TIPP

22 Jan 2019

 

 

Marianne Gehrken ist bei uns in Hittfeld die Fachfrau für Topinambur. Die auch unter den Namen Erdbirne, Erdapfel, Indianerkartoffel, Knollensonnenblume oder Erdartischocke genannte Wurzel wurde im 17. Jahrhundert von Seefahrern aus Nordamerika nach Frankreich importiert und erinnert mit ihrer eigenwilligen Form stark an Ingwerwurzeln. Sie schmeckt jedoch deutlich milder und erinnert geschmacklich eher an Artischocken. „Roh schmeckt sie leicht erdig, gegart deutlich süßer und nussiger“, verrät Gehrken. Auch die Farbe der dünnen Schale kann sehr unterschiedlich sein: manche Sorten sind hellbraun, andere bläulich und wieder andere tiefviolett. „Aktuell hat Topinambur Hochsaison, die dauert von Oktober bis Mai“, so Gehrken. „Besonders lecker sind meiner Meinung nach die Sorten ‚Gute Gelbe‘ und ‚Bianka‘.“ Zunächst eine begehrte Delikatesse an französischen Fürstenhöfen galt Topinambur in Deutschland später als Grundnahrungsmittel. Noch im 30-jährigen Krieg war die „Kartüffel“, wie man den Topinambur damals nannte, hierzulande weit verbreitet, bis sie schließlich von der Kartoffel verdrängt wurde. Trotzdem kennt man Topinambur noch heute in manchen Gegenden unter dem alten Namen „Kartüffel“. Und man kann sie im Prinzip auch genauso zubereiten, wie Kartoffeln.

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