Die Arschkarte ziehen

5 Jul 2018

Wer die sogenannte „Arschkarte“ zieht, muss eine Aufgabe erledigen oder sich mit Dingen beschäftigen, auf die er absolut keine Lust hat. Doch woher kommt der Ausdruck eigentlich?

 

Angeblich waren die Fußballübertragungen im Fernsehen dafür verantwortlich. Zu Zeiten des Schwarz-Weiß-Fernsehens war es für Fußballfans zuhause nämlich schwierig zu unterscheiden, ob ein Spieler vom Schiedsrichter die Gelbe oder die Rote Karte gezeigt bekam. Daher kam man angeblich auf die Idee, die Schiris die häufiger benötigten Gelben Karten in der Brusttasche und die Roten Karten in der Gesäßtasche aufbewahren zu lassen. Von da an konnten die Schiris dieser Deutung nach bei rotwürdigen Vergehen die Arschkarte ziehen. Eine andere Deutung lautet, dass der Schiri nur nicht in die Verlegenheit kommen sollte, versehentlich die falsche Karte zu erwischen und die Karten deshalb in unterschiedlichen Taschen gelagert wurden. Wie dem auch sei, sicher ist, dass José Batista aus Uruguay beim Spiel gegen Schottland bei der WM 1986 den schnellsten Platzverweis in der Fußballgeschichte bekam: er sah die berühmte rote „Arschkarte“ bereits nach 52 Sekunden durch Schiedsrichter Joel Quiniou.

 

 

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